Tee und Kräuter





Ackerschachtelhalm

Der Ackerschachtelhalm (lateinisch Equisetum arvense) ist in ganz Europa, Nordasien und Nordamerika beheimatet und an Bahndämmen, Wegrändern und Gebüschen zu finden. Er bevorzugt feuchte (nicht zu nasse), lehmig- sandige Böden, wird bis zu 40 cm hoch und zählt zu den Schachtelhalmgewächsen.
Im Volksmund wird er auch Katzenschwanz, Katzenwedel, Schachtelhalm und Pferdeschwanz genannt. Wegen seines hohen Gehaltes an Kieselsäure wurde der Ackerschachtelhalm früher oft zum Putzen von Zinn verwendet weshalb er auch Scheuerkraut, Zinnkraut oder Kannenkraut genannt wurde.
Er wirkt stark Harntreibend, blutgerinnungsfördernd, wundheilend und wird bei Nieren und Blasenerkrankungen, Blasenkatarrh, Wassersucht, Ekzeme, schlecht heilende Wunden sowie zum Gurgeln und Mundspülen angewandt. Verwendet werden die grünen Sommertriebe (ohne Wurzel) die von Juni bis August gesammelt und getrocknet werden. Schadhafte Pflanzenteile werden Entfernt.
Für einen Tee gibt man 2 Teelöffel getrocknetes Zinnkraut in 150 ml kaltes Wasser und lässt es aufkochen. Danach lässt man es noch 5 Minute kochen und anschließend 15 Minuten ziehen, seiht dann ab und trinkt den Tee mehrmals täglich frisch zubereitet in kleinen Schlucken.
Wichtig!
Den Ackerschachtelhalm nicht mit dem Sumpfschachtelhalm verwechseln, da dieser auf Grund seines Alkaloidgehaltes giftig ist! Ackerschachtelhalm nicht bei Kindern und Säuglingen ohne ärztlichen Rat anwenden. Auch sollte Ackerschachtelhalm nicht bei Ödemen, die auf eine unzureichende Herz- oder Nierentätigkeit zurückzuführen ist, angewendet werden!












Weißer Andorn

Der Andorn (lat. Marrubium vulgare) ist in Europa, Zentralasien, Nord- und Südamerika beheimatet, wächst auf trockenen Weiden, im Ödland und gedeiht besonders gut auf stark gedüngten Böden.
Er blüht weiß von Juni bis September, wird 40 bis 60 cm hoch und wird im Volksmund auch Apfelkraut, Brustkraut, Berghopfen, Frauenkraut, Mutterkraut, Helferkraut oder auch Mariennessel genannt.
Verwendet wird das blühende Kraut welches von Juli bis September gesammelt und in Büscheln aufgehängt und getrocknet wird. Angewendet wird der Andorn bei Leberverhärtung, Gelbsucht, unregelmäßiger Menstruation, Bronchitis, Magen- Darmverschleimung, bei Ekzemen und schlecht heilenden Wunden.
Für einen Tee übergießt man einen Esslöffel getrockneten Andorn mit 150 ml kochendem Wasser, lässt 10 min ziehen, seiht dann ab und trinkt davon zwei bis drei mal täglich eine Tasse frisch zubereiteten und ungesüßten Tee.








Baldrian

Die lateinische Bezeichnung des Baldrians lautet Valeriana officinale. Er wächst auf nassen Wiesen, an Gräben, in Wäldern und sumpfigen Plätzen und blüht zart rosa. Verwendet werden vom Baldrian die Blüten (Blütezeit ist von Juni bis August) und die Wurzel, welche im Oktober gesammelt werden.
Baldrian wirkt beruhigend auf das ganze Nervensystem und den Körper, hilft gut gegen Schwindelanfälle, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und Nervöse Erschöpfung. Er soll aber auch gut für die Augen sein und wird deshalb u.a. auch Augenwurz genannt. Baldrian kann als Tee oder in Tablettenform eingenommen werden.



Beinwell

Der Beinwell (lat. Symphytum officinale) zählt zu den Raublattgewächsen, ist in Europa beheimatet und wächst auf feuchten Wiesen, Äckern, an Bachufern und Gräben.
Er blüht von Mai bis September in traubenartigen, gelblich weißen Blüten und wird im Volksmund auch Wallwurz, Beinwurz, Bienenkraut, Eselohrwurzel, Kuchenkraut, Milchwurz, Wottel, Himmelsbrod, Hungerbluen oder Schmeerwurz genannt. Verwendet werden vom Beinwell die frischen Blätter, und die Wurzel die im September und Oktober gesammelt, gesäubert, geschnitten und im Schatten getrocknet wird.
Äußerlich angewendet wird der Beinwell bei Knochenbrüchen, Sehnenscheidenentzündung, Krampfadern, Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen. Dafür macht man einen Umschlag aus den frischen Blättern (Blätter waschen, mit einem Nudelholz zerdrücken, auf die entsprechende Stelle auflegen und verbinden).
Innerlich angewendet hilft der Beinwell bei inneren Blutungen, Lungenleiden, Harnbluten und bei schlecht heilenden Knochenbrüchen. Man kann ihn als Tee (zwei Teelöffel feingeschnittener Wurzel mit kochendem Wasser übergießen, 5 min ziehen lassen, abseihen und schluckweise über den Tag verteilt trinken) oder die Wurzel aufs Butterbrot gerieben zu sich nehmen.







Kleine Bibernelle

Die kleine Bibernelle ist in Europa beheimatet, zählt zu den Doldengewächsen und ihr lateinischer Name lautet Pimpinella saxifraga.
Volkstümlich wird sie aber auch Bibernell, Pfefferwurz, Bockswurz, Bockskraut, Pimpernell, Steinbibernelle, Bockspetersilie und Kleiner Wiesenknopf genannt. Sie ist auf Wiesen, Heiden, an Waldrändern, zuweilen auch auf Äckern und an Schutthalden zu finden.
Die kleine Bibernelle blüht von Juni bis September und wird bis zu 50 cm hoch. Verwendet werden die Wurzeln der Bibernelle, die bei älteren Pflanzen von März bis April und bei jüngeren Pflanzen von September bis Oktober gesammelt werden. Sie wirkt Harn- und schweißtreibend, appetitanregend, schleimlösend, verdauungsfördernd, stoffwechselanregend, menstruationsfördernd und wird bei Erkrankungen der Mundhöhle und des Rachenraums, bei Bronchitis, Kehlkopfentzündungen, bei Durchfall, Gicht, Reuma, bei Menstruationsstörungen und zur Blutreinigung verwendet.
Bibernelle kann als Tee zu sich genommen werden. Dafür übergießt man 1 Teelöffel getrockneter und zerkleinerter Bibernellenwurzel mit 150 ml kochendem Wasser, lässt 5 - 10 Minuten ziehen, seiht ab und trinkt 3 bis 4 mal täglich den frisch zubereiteten Tee. Süßen kann man ihn mit Honig.












Ehrenpreis

Der Ehrenpreis zählt zu den Rachenblütlern, ist in Europa, Vorderasien und Nordamerika beheimatet, wächst in lichten Wäldern, an Waldrändern und trockenen Wiesen.
Er blüht von Mai bis August in hellblau, traubenförmig angeordneten Blüten. Der Lateinische Name vom Ehrenpreis ist Veronica officinialis, ist im Volksmund aber auch unter den Namen Allerweltsheil, Heil aller Welt, Grindheil, Männertreu, Veronika, Hühnerraute, Ehrenkranz, Bunger, Viehkraut und Wundheilkraut bekannt. Das Kraut wird von Juni bis August gesammelt, in Büscheln aufgehängt und getrocknet.
Verwendet wird der Ehrenpreis gegen Rheumatismus, Gicht, schlecht heilenden Wunden, Hautleiden, bei Leber und Nierenleiden und bei Beschwerden der Atemwege und des Magen- Darm- Traktes. Er wirkt blutreinigend, harntreibend, und senkt auch den Cholesterinspiegel.
Der Ehrenpreis kann innerlich (Tee) sowie äußerlich (Tinktur) angewendet werden.
Für einen Tee übergießt man 2 Teelöffel getrockneten Ehrenpreis mit 150 ml kochendem Wasser, lässt 5 Minuten ziehen, seiht dann ab und trinkt täglich 2-3 Tassen.








Eiche

Die Eiche ist in Europa, Kleinasien und im Kaukasus beheimatet, ihr lateinischer Name lautet Quercus rubor, volkstümlich wird sie aber auch Sommereiche, Stieleiche, Eichenlohe, Traubeneiche, Wintereiche, Heister oder Eichelbaum genannt. Die Eiche zählt zu den Buchengewächsen, wird bis zu 50 Meter hoch und hat ihre Blütezeit im Mai.
Verwendet wird von der Eiche die Rinde der noch jungen Bäume, die im März/April noch vor der Entwicklung der Blätter, gesammelt und getrocknet werden. Eichenrinde wirkt zusammenziehend, entzündungswidrig, austrocknend, antiseptisch, schmerz- und blutstillend und wird deshalb bei Schleimhautentzündungen, Durchfall, Hämorrhoiden, Scheidenentzündungen, Analfissuren, Fußschweiß, Ekzeme und Frostbeulen verwendet.
Produkte aus Eichenrinde sind als Tee, Salben oder Bäder im Handel erhältlich, die aber während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht ohne ärztlichen Rat angewendet werden dürfen.



Goldrute

Die Goldrute (lateinisch Solidago virgaurea) zählt zu der Familie der Korbblütler und ist in Europa, Nordasien und Nordamerika beheimatet. Zu finden ist sie in trockenen Wäldern, an Bahndämmen, Gräben, Abhängen, Lichtungen, Dünen und Heiden.
Sie wird bis zu 100 cm hoch und blüht goldgelb von Juli bis Oktober. Im Volksmund wird sie Goldraute, Heidnisch Wundkraut, Petrusstab, Pferdekraut, Machtheilkraut, Goldrautenkraut, Fuchsschwanz, Edelwundkraut, Waldkraut oder auch Schoßkraut genannt.
Die Goldrute wirkt stark harntreibend, entzündungshemmend, wundheilend, zusammenziehend und wird bei Nieren- und Harnwegsentzündung, Harnsteinen und Nierengrieß, Gicht, Rheuma und bei schlecht heilenden Wunden angewandt. Verwendet wird von der Goldrute das blühende Kraut (die blühenden Triebspitzen), die von Juli bis September gesammelt und getrocknet werden. Pflanzen deren Blüten schon im Abblühen sind, sollen nicht gesammelt werden.
Die Goldrute kann nicht nur als Tee zu sich genommen, sondern auch als Bäder wegen ihrer zusammenziehenden und wundheilenden Wirkung verwendet werden.
Für einen Tee übergießt man einen Teelöffel getrocknetes Goldrutenkraut mit 150 ml kochendem Wasser, lässt 10 bis 15 Minuten ziehen, seiht dann ab und trinkt am Tag drei bis vier Tassen frisch zubereitetet.












Heckenrose

Die Heckenrose (lat.: Rosa canina) ist in Europa, Nordafrika, Nord- und Westasien beheimatet. Sie wächst auf Weiden, an sonnigen Hängen und Waldrändern, zählt zu den Rosengewächsen und blüht hellrosa von Juni bis Juli.
Im Volksmund wird die Heckenrose u.a. Hagebutte, Hundsrose, Hagrose, Hainrose, Wildrose, Hiefenstrauch oder auch Heinzerlein genannt. Im September und Oktober werden die Früchte gesammelt und im Schatten getrocknet.
Verwendet werden sie wegen ihres hohen Vitamin C Gehaltes in der Schwangerschaft, bei Erkältungskrankheiten, bei Nieren und Harnwegsinfektionen sowie bei Frühjahrsmüdigkeit.
Die Heckenrose kann als z. B. als Tee (Hagebuttentee) zu sich genommen werden.








Himbeere

Die Himbeere, lat. Rubus idaeus, ist auf der gesamten nördlichen Erdhalbkugel beheimatet, zählt zu den Rosengewächsen und wächst in sonnigen Waldlichtungen, an Waldrändern und Böschungen.
Sie blüht weiß von Mai bis Juli, wird im Volksmund auch Ambas, Hohlbeere, Waldbeere, Mollbeere, Katzenbeere oder Runtzelbeere genannt. Verwendet werden von der Himbeere die Blätter welche von Juli bis September gesammelt werden.
Angewendet wird die Himbeere als Gurgelmittel bei Entzündungen von Zahnfleisch und Mundschleimhäuten, bei Beschwerden des Magen- Darmtraktes, Erkrankungen der Atemwege und bei Menstruationsbeschwerden. Die Himbeere wirkt schweiß-, harn- und gallentreibend, sowie blut- und hautreinigend.
Für einen Tee übergießt man zwei Teelöffel Himbeerblätter mit 1/4 l kochendem Wasser, lässt 5 min ziehen, seiht dann ab und trinkt davon zwei bis drei Tassen täglich.



schwarzer Holunder

Der schwarze Holunder wird bis zu 7 Meter hoch, wächst an Acker- und Waldrändern, an Hecken und Gartenzäunen und sein lateinischer Name lautet Sambucus nigra. Verwendet werden vom schwarzen Holunder die Blätter, die Blüten und die Beeren. Der Holunder blüht von Mai bis Juli mit großen weiß- gelblichen Blüten in Trugdolden und die Blüten reifen im Spätsommer bis zum Herbst zu schwarzen Beeren heran. Die Beeren sind reich an Vitamin C, wobei sie Roh leicht giftig sind und zu Übelkeit mit Erbrechen, Magenbeschwerden und Durchfall führen können. Das gleiche gilt für die Rinde und die Blätter.
Holunder hilft gut bei Erkältungskrankheiten und Grippe , Fieber, besitzt eine blutreinigende Wirkung, stärkt das Immunsystem, wirkt harntreibend, hilft bei Hautunreinheiten, Verstopfung und Rheuma.
Die Blüten des Holunder in Weißwein gesotten helfen gut bei trockenem Husten und beseitigen Heiserkeit. Holunder kann man in Viererlei Hinsicht verwenden so z.B. als Tee, Saft, Sekt oder Tinktur.
Um die Abwehrkräfte zu stärken empfiehlt sich ein Holunderblütentee, den man drei mal täglich 14 Tage lang zu sich nimmt. Dafür gibt man einen EL Holunderblüten auf eine Tasse Wasser.
Vorsicht!
Die Früchte des schwarzen Holunders nicht mit den roten Früchten des giftigen Trauben- Holunder verwechseln! Beim schwarzen Holunder hängen die Früchte von den Ästen herab, während sie beim giftigen Zwergholunder aufrecht stehen.







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Johanniskraut

Johanniskraut wächst bei gemäßigtem Klima auf trockenen Wiesen, an Wald und Wegrändern. Es stärkt und beruhigt die Nerven und wird deshalb gerne bei leichten Depressionen, Nervosität, Abgespanntheit und Ruhelosigkeit eingesetzt. Es hilft aber auch bei Schwellungen, schlecht heilenden Wunden und Rheumabeschwerden. Verwendet werden die frischen oder getrockneten Blüten.
Zur Stärkung der Nerven empfiehlt es sich, Johanniskraut in Form von Tee einzunehmen. Dazu nehme man 3 Teelöffel Johanniskraut auf 1/4 Liter Wasser und lässt diese dann 10 Minuten auf kleiner Flamme kochen.
Man sollte allerdings nicht mehr wie 3 Tassen am Tag davon trinken. Ansonsten wäre noch zu beachten das Johanniskraut die Wirkung mancher Medikamente abschwächt (vor allem immunsuppressive Medikamente) und dass Johanniskraut die Haut des Menschen lichtempfindlich macht - also bitte nicht die Einnahme mit ausgedehnten Sonnenbädern verbinden!.








Die Kamille

Die Kamille ist die wohl bekannteste Heilpflanze in Europa. Ihr lateinischer Name lautet Martricaria chamomilla, sie wächst auf Feldern und an Wegen und blüht von Mai bis August. Verwendet werden die Blüten. Die echte Kamille ist innen hohl, weshalb sie von den anderen Kamillenarten leicht zu unterscheiden ist.
Die Kamille hilft bei Entzündungen des Mund und Rachenraumes, bei Ekzemen (Ausschläge, Flechten), bei Magenkrämpfen, Menstruationsbeschwerden, Schlaflosigkeit, Verdauungsstörungen und dient zur Wundheilung.
Kamille kann als Tee, Tinktur oder als Bad (z.B. Sitzbad) verwendet werden. Äußerlich angewendet wirkt die Kamille schmerzlindernd. Es ist aber zu beachten, dass die Kamille eine austrocknende Wirkung hat, welche bei einer trockenen Haut nicht sonderlich erwünscht ist.








Kapuzinerkresse

Die Kapuzinerkresse stammt aus Südamerika (Peru), ist aber auch in Mittel- und Südeuropa kultiviert. Sie wächst in feuchten, nährstoffreichen, humösen Böden. Ihr lateinischer Name lautet Tropaeolum majus, sie wird aber auch Blumenkresse, Salatblume, Kapuzinerli oder Große Kapuzinerkresse genannt und wird bei uns in Europa häufig als Zierpflanze angebaut.
Sie blüht von Juni bis Oktober und wirkt schleimlösend, fiebersenkend, Bakterienhemmend (antibiotisch) , kräftigend und blutreinigend, auswurffördernd, abwehrsteigernd und ist reich an Vitamin C.
Verwendet wird sie bei Nierenbecken- Harnwegsinfektionen, grippalen Infekten, Mandel- und Ohrenentzündung, bei Rachen- und Bronchialkatarrh und in der Kosmetik auch als Haarwuchsmittel.
Verwendet werden von der Kapuzinerkresse die frischen Blüten und Blätter die zu Salaten, Kräutertunken sowie als Brotbelag verarbeitet werden. Die Blüten eignen sich gut als Garnierung und können auch mitgegessen werden.



Löwenzahn

Der Löwenzahn (lateinisch Taraxacum officinale) ist auf der gesamten nördlichen Halbkugel beheimatet und zu finden ist er auf Wiesen, an Wegrändern, Weiden, Äcker, Ödland und Gärten.
Er zählt zu den Korbblütlern, wird im Volksmund auch Pusteblume, Kuhblume, Pfaffenröhrlein, Butterblume, Wiesenlattich, Pferdeblume, Kettenblume oder auch Milchstock genannt und wird bis zu 30 cm hoch.
Der Löwenzahn blüht goldgelb von April bis September und wirkt Verdauungsdrüsenanregend, blutreinigend, gallen- und harntreibend, blutdrucksenkend und stoffwechselanregend.
Verwendet wird er bei Leber- und Gallenleiden, Nierenschwäche, Appetitlosigkeit, Bluthochdruck, Verdauungsstörungen, Blähungen, Kreislaufstörungen und zur Blutreinigung.
Die zu verwendenden Teile des Löwenzahns sind die Blüten, die Blätter und die Wurzeln. Gesammelt werden die Blüten und Blätter von April bis Mai und die Wurzeln von September bis November.
Aus den jungen Blättern des Löwenzahns kann man eineinen leckeren herben Salat bereiten, aus den Blüten einen Sirup und aus den Wurzeln ein Tee.
Hier ein Rezept zur Herstellung von Löwenzahnsirup:

Zutaten: 200 Löwenzahnblüten, ein Liter Wasser, eine in Scheiben geschnittenen Zitrone , ein Kilogramm Zucker.

Zubereitung: Man sammelt ca. 200 Löwenzahnblüten und gibt sie zusammen mit einem Liter Wasser und einer in Scheiben geschnittenen Zitrone in einen Topf und lässt alles 30 min kochen. Danach seit man ab, gibt ein Kilogramm Zucker zu und lässt es nochmal ca. 1 bis 1 1/2 Stunden unter ständigem rühren köcheln bis der Honig dickflüssig vom Löffel tropft. Danach kann man den Honig in Gläser abfüllen.







Lungenkraut

Das Lungenkraut ist in Europa und Westasien beheimatet und ist an Bachufern, in schattigen Laub- und Mischwäldern und auf kalkhaltigen Böden zu finden.
Das Lungenkraut lateinisch Pulmonaria officinalis zählt zu den Borretschgewächsen und wird im Volksmund auch Fleckenkraut, Frauenmilchkraut, Hirschkohl, Hirschmangold, Bockskraut, blaue Schlüsselblume und Lungenwurz genannt. Es wird bis zu 20 cm hoch und blüht von März bis Mai wobei sich die Blütenfarbe im Laufe der Blütezeit von Anfangs rosa bis rot, nach blauviolett ändert.
Verwendet werden vom Lungenkraut die Blätter die von März bin Juni gesammelt und getrocknet werden.
Das Lungenkraut wirkt schleimgebend, reizlindernd, auswurffördernd, leicht harntreibend und wird bei Bronchitis, Heiserkeit, Katarrhe der oberen Luftwege, Husten und Grippe verwendet.
Für einen Lungenkrauttee übergießt man 1 Teelöffel Lungenkraut mit 150 ml kochendem Wasser, lässt 5 Minuten ziehen, seiht ab und trinkt morgens, mittags und abends eine Tasse.







Mädesüß

Mädesüß ist in Ostasien und in Europa beheimat. Der lat. Name lautet Filipendula ulmaria und zu finden ist es auf sumpfigen, feuchten Wiesen, Gräben und in Uferdickichten.
Mädesüß zählt zu den Rosengewechsen, wird bis zu 1,5 m hoch, blüht von Juni bis August in kleinen weißen Blüten und wird im Volksmund auch Beielichrut, Geißbart, Rüsterstaude, Spierstrauch, Wiesengeißbart, Wiesenkönigin oder auch Moorspierstaude genannt.
Verwendet werden die Blüten und das Kraut, welche im Juli gesammelt und getrocknet werden. Zum Trocknen hängt man es in Büscheln auf oder lässt es in nicht all zu dicken Lagen im Schatten bei max. 40 °C trocknen.
Verwendet wird Mädesüß bei Erkältungen, Gicht, Rheuma, Blasen- und Nierenleiden, bei Wassersucht und Stoffwechselstörungen und wirkt Fiebersenkend, Schweiß- und Harntreibend.
Hinweis: Zur Zubereitung von Mädesüß nur heißes und kein kochendes Wasser verwenden, da sonst wichtige Wirkstoffe zerstört werden.







Die (Zitronen) Melisse

Die Melisse ist eigentlich im östlichen Mittelmeergebiet und Westasien beheimatet, wird aber auch schon lange in Mitteleuropäischen Gärten angebaut. Sie wird bis zu 90 cm hoch, und wenn man ihre Blätter zerreibt, riechen diese leicht zitronenartig.
Der lat. Name lautet Melissa officinalis und verwendet werden vorwiegend die getrockneten Blätter, die von Juni bis September gesammelt werden. Die Melisse wirkt beruhigend, krampflösend, schlaffördernd, schmerzstillend, antibakteriell, hilft bei Menstruationsbeschwerden, Migräne, Herpes, Magenleiden, Blähungen, Unruhezuständen und Schlafstörungen.
Für einen Melissentee übergießt man 2-3 Teelöffel Melissenblätter mit 150 ml kochendem Wasser und lässt es dann 10 min abgedeckt ziehen, bevor man es abseiht.
Es gibt aber auch Salben mit Melisseauszügen, Badezusätze und auch Melissenöl. Vorsicht aber beim Melissengeist, dieser enthält Alkohol!

Und hier noch ein Rezept von nanabuc, für ganz leckeren Melissensaft.

Er ist bei Kindern sehr beliebt und im Sommer ein herrliches Erfrischungsgetränk:
Blätter samt Stielen in Wasser legen, pro Liter Wasser 1 kg Zucker, nach vorliebe (braunen Zucker, Rübenzucker...), auf je einen Liter Wasser gut einen Esslöffel Wein, Zitronen, oder Apfelsäure beigeben, an einem schattigen Ort stellen und 3-4 Tage lang stehen lassen, täglich gut durchrühren, anschließend abseihen und in Flaschen füllen. Kann 1 zu 2 verdünnt werden, bei mehr Zuckergehalt auch noch mehr zu verdünnen! Das selbe Rezept kann auch für Holderblütensaft verwendet werden!







Quecke

Die Quecke (lateinisch Agropyron repens) ist in Europa, Asien, Nordamerika und Nordafrika weit verbreitet. Man findet sie auf Schutthalden, an Wegrändern, auf Äckern und Weiden, in Gärten und auf Brachland.
Volkstümlich wird es auch Ackergras, Knotengras, Hundsgras, Zweckgras, Schnürgras, Schließgras, Saatgras, Spitzgras, Schoßhalm, Graswurzel oder auch Laufquecke genannt.
Die Quecke zählt zu der Familie der Süßgräser, wird 30 - 150 cm hoch und blüht von Juni bis August.
Ihre Wurzel wirkt reizlindern, harntreibend, blutreinigend, schweißtreibend und wird bei Nieren- und Blasenentzündung, Leberleiden, bei Rheuma, Ödeme und bei Ekzemen angewandt.
Wie schon erwähnt, werden von der Quecke die Wurzeln verwendet die von März bis April und von September bis Oktober gesammelt werden. Die Quecke kann man als Frischsaft oder Tee zu sich nehmen.
Für einen Tee übergießt man zwei Teelöffel getrockneter Queckenwurzel mit 150 ml kochendem Wasser, lässt 10 Minuten ziehen, seiht dann ab und trinkt täglich drei bis vier Tassen frisch zubereitet.
Bei Ödemen die durch Herz- oder Nierenschäden ausgelöst werden, sollte die Quecke nicht angewendet werden.







Die Ringelblume

Die Ringelblume, auch genannt Ferminel, Goldblume, Ringelrose, Sonnwendblume, Studentenblume oder auch Totenblume ist in Mittel-, Süd- und Osteuropa beheimatet. Man findet sie in vielen Gärten, an Wegrändern oder Gräben, manchmal aber auch verwildert auf Schutthalden. Ihr lateinischer Name lautet Calendula officinalis, sie wird bis zu 50 cm hoch und ihr Blütenkopf blüht leuchtend Gelb bis Orange. Die Ringelblume zählt zu den Korbblütlern und ihre Blütezeit ist von Mai bis November. Verwendet werden von der Ringelblume die Blüten, die von Juni bis August gesammelt werden.
Die Ringelblume wirkt entzündungshemmend, wundheilend, antiseptisch, krampflösend, stoffwechselanregend, schweißtreibend und menstruationsfördernd. Verwendet wird sie bei schlecht heilenden Wunden, bei Verbrennungen, bei Exzemen, Quetschungen, Prellungen, Blutergüssen, bei Verdauungsstörungen, Leber- und Gallenleiden und bei Erfrierungen.
Aus den Blüten lassen sich Salben, Tinkturen, Öle und Tee herstellen. Hier jeweils ein Rezept für die Herstellung von Ringelblumentee und Ringelblumensalbe:
Ringelblumentee:
Für einen Ringelblumentee gibt man einen gehäuften Teelöffel Ringelblumenblüten auf 1/4 Liter kochendes Wasser.
Ringelblumensalbe:
200g Schweineschmalz in einem Topf bei niedriger Temperatur schmelzen und eine Hand voll Ringelblumenblüten zufügen. Alles gut durchrühren und erkalten lassen. nach 24 Std. erneut schmelzen und durch ein Tuch sieben. Man kann sich die fertigen Produkte aber auch in der Apotheke kaufen.












Salbei

Der Salbei (lat. Salvia officinalis) zählt zu den Lippenblütlern, blüht hellblau bis violett von Mai bis Juli und ist in Südeuropa beheimatet.
Er wird im Volksmund Edelsalbei, Gartensalbei, Kreuzsalbei, Müsliblatt, Salbine, Salver, Zahnsalbei oder Königssalbei genannt und wird bis zu einem Meter hoch. Verwendet wird das Kraut, welches von Mai bis Juni noch vor dem Aufblühen gesammelt, in Büscheln aufgehängt und getrocknet wird.
Der Salbei wirkt antibakteriell, entzündungshemmend, schweißhemmend, kräftigt den Organismus und das Nervensystem, wird bei Magenbeschwerden, Mandelentzündung, Halsschmerzen, Mund- und Rachenentzündung verwendet.
Für einen Tee übergießt man zwei Teelöffel mit 150 ml kochendem Wasser, lässt 10 min ziehen und seiht dann ab.



Der Spitzwegerich

Der Spitzwegerich wächst auf Wiesen, Feldern, an Wegrändern, Weiden und blüht von Mai bis September. Verwendet werden vom Spitzwegerich die Blätter, die von Mai bis August gesammelt werden.
Der lat. Name lautet Plantago lanceolata - er ist aber auch unter den Namen Aderblatt, Aderkraut, Schafzunge, Wegetritt und Siebenrippe bekannt. Verwendet wird der Spitzwegerich hauptsächlich bei Erkrankungen der Atemwege wie z.B. bei Bronchitis mit starker Verschleimung, Halsschmerzen, Heiserkeit und Husten.
Er hat aber außerdem noch gute Fähigkeiten bei der Wundheilung, wirkt entzündungshemmend, blutreinigend, und verschafft bei Insektenstichen schnelle Linderung (gewaschene, frisch zerriebene Wegerichblätter auf die Stichstelle legen). Man kann den Spitwegerich als Tee, Sirup, Saft oder in Form von Tropfen zu sich nehmen. Für einen Teeaufguß gibt man einen gehäuften Teelöffel Spitzwegerichblätter auf 1/4 Liter Wasser, nur brühen und kurz ziehen lassen.
Und hier noch Rezept für Spitzwegerichsirup:

Zwei Hände voll Spitzwegerichblätter werden gewaschen und durch den Fleischwolf gedreht. Anschließend gibt man zu diesem Blätterbrei etwas Wasser, dass er sich nicht anlegt, 300g Rohzucker und 250g Bienenhonig. Unter ständigem Rühren lässt man das Ganze bei schwacher Hitze kochen bis eine dickliche Flüssigkeit entsteht, die man heiß in Gläser füllt und im Kühlschrank aufbewahrt.