Achtung: Pflichtlektüre!

Bücher mit den Buchstaben: W




"Die Welle. Bericht über einen Unterrichtsversuch, der zu weit ging"
Morton Rhue

„Die Welle“ von Morton Rhue ist schon ein komisches kleines Buch. Sehr banal geschrieben, ziemlich realitätsfremd noch dazu und der literarische Wert bewegt sich um den Gefrierpunkt herum. Aber es ist seit seinem Erscheinen 1981 in aller Munde – spätestens wenn es um gymnasialen Geschichtsunterricht, Faschismustheorie oder um moderne Theateraufführungen geht. Das Buch behandelt das wirklich durchgeführte (im Buch aber stark überspitzt dargestellte) Experiment des amerikanischen Lehrers Ben Ross, der seinen Schülern Ende der 60er Jahre an einem praktischen Beispiel erklären wollte, wie es im Dritten Reich dazu kommen konnte, dass Millionen Deutsche der Faszination Hitlers erlegen sind.
Ben Ross führt in seiner Klasse strenge Regeln ein, gibt drastische Parolen aus („Macht durch Disziplin! Macht durch Gemeinschaft! Macht durch Handeln!“) und baut innerhalb der Schule eine straff geführte Organisation auf, die sich „Die Welle“ nennt. Fasziniert stellt er fest, dass die Schüler von seiner Idee so gefangen werden, dass sich sowohl der Unterricht als auch das Verhalten der Schüler verändert. Schließlich bemerkt er, dass auch er selbst von der Idee gefangen ist. Von der Idee her ist das Buch wirklich nicht schlecht Allerdings wirkt es an vielen Stellen übertrieben und überaus unglaubwürdig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Schüler nach wenigen Stunden Unterricht so extrem reagieren würden, wie im Buch dargestellt.
Mein Hauptkritikpunkt ist das Ende das Buches. Der Autor baut zum Schluss eine gewisse Spannung auf und erzeugt beim Leser eine große Erwartungshaltung. Wie wird der Lehrer den Konflikt lösen, den er eingerührt hat? Oder wird er am Ende selbst der „Welle“ verfallen? Als das Ende dann schließlich kommt, lehnt man sich kopfschüttelnd zurück – so einen unrealistischer Schmarrn hatte ich zum Schluss des Werkes nicht erwartet. Nun ja, es kann auch sein, dass ich als „Ossi“ dem Reiz des Buches nicht so schnell erlegen bin, weil ich eine solch straff geführte Schule irgendwoher kenne ... Ich kann aber bestätigen, dass so ein System, dass sich mit dem Unterricht in der DDR durchaus vergleichen lässt, zu idealistischen Schülern und zu einem sehr guten Notendurchschnitt in der Klasse führt.

Ich fasse zusammen:
„Die Welle“ ist ein winziges Taschenbüchlein von etwa 150 Seiten (je nach Ausgabe), die verschiedentlich noch durch Aussagen von Zeitzeugen ergänzt wurden. Es ist vom Thema her wirklich so ziemlich einmalig und für jeden, der sich für Faschismustheorie interessiert, ein absolutes Muss! Wer das Buch nur lesen will um unterhalten zu werden, sollte es allerdings bleiben lassen. Die Handlung ist abstrus, der Schreibstil des Autors sehr simpel und das Buch in einer guten Stunde durchgelesen. Fazit: Nur für „Fans“ – dann aber ein Referenzwerk!
Das Büchlein gibt’s für 5,95 im Handel oder für einen Euro bei Ebay.

zurück zur Übersicht



"Die Welt als Wille und Vorstellung" Arthur Schopenhauer

Die Philosophie ist eine seltsame Wissenschaft; ich für meinen Teil ziehe weltumfassende Erkenntnisse lieber aus der Religion. Doch sind die Philosophen oft so kluge Köpfe, dass man sie nicht mit völliger Missachtung strafen sollte. Besonders einem gilt mein Interesse: Arthur Schopenhauer und seinem Werk "Die Welt als Wille und Vorstellung"!
Schopenhauer war ein verkanntes Genie und ist es bis heute geblieben. Sein wichtigstes Buch (eben dieses) hatte eine Erstauflage von lediglich 500 Stück, von denen der größte Teil sogar wieder eingestampft wurde! Kein Mensch interessierte sich für ihn und als er einen Vortrag in Berlin halten wollte, musste es nach seinem Willen, selbstbewusst wie immer, unbedingt zur selben Zeit sein, als der berühmte Hegel sprach. Arthur stand natürlich vor leeren Rängen.
Nun - ich wäre zu Schopenhauer gegangen, weil mich der Mann fasziniert und weil ich viele seiner Aussagen teile. Gestoßen bin ich auf ihn, weil ich las, dass Nietzsche unter seinem geistigen Einfluss stand und dass Adolf H. immer ein Band von Schopenhauer dabei gehabt haben sollte, das hat mich interessiert.
Schopenhauer ist ein Pessimist, ein unverbesserlicher Misantroph und die Welt ist für ihn fast völlig sinn- und planlos und besteht nur aus unseren Vorstellungen. Krasse Aussagen, ein völliges Ablehnen der Kantschen Lehren und eine selten gesehene Menschenverachtung ziehen sich als roter Faden durch sein Werk. Das Buch ist sperrig, sehr sperrig sogar und erfordert viel Zeit zum Nachdenken sowie den Willen, sich mit seiner Philosophie ernsthaft auseinanderzusetzen. Sonst scheitert man vermutlich sehr schnell an den verworrenen Schachtelsätzen (das Buch stammt immerhin von 1819) und der verschrobenen Ausdrucksweise. Der Mann war einfach hyperintelligent und sein Buch erfordert deshalb höchste Aufmerksamkeit. Von seinen Zeitgenossen hat niemand seine Genialität erkannt, sie waren alle zu dumm und ungebildet - und diese Frustration spiegelt sich auch in seiner Menschenverachtung wieder. Das hatte er schon lange geahnt, denn schon im Vorwort seines (als Student verfassten Werkes!!!) schreibt er: "Nicht den Zeitgenossen, nicht den Landsgenossen, der Menschheit übergebe ich mein nunmehr vollendetes Werk!"
Schopenhauers "Die Welt als Wille und Vorstellung" Teil eins ist satte 730 Seiten dick, der zweite Teil umfasst sogar 900 Seiten. Die gebundene Ausgabe kostet pro Teil um die 20,- Euro, meine Empfehlung ist aber das Taschenbuch. Das ist zwar nicht so schön aufgemacht, aber man bekommt beide Teile für zusammen unter 20,- Euro!

zurück zur Übersicht



"Die Welt der tausend Ebenen" Philip Jose Farmer

Heute wiedermal ein Fantasybuch: "Die Welt der tausend Ebenen" von Philip Jose Farmer. Eigentlich sind es ja sogar fünf Bücher, die zwischen 1965 und 1977 entstanden sind und die es unter diesem Namen in einem einzigen, dicken Wälzer gibt. Um die Faszination des Fantasy-Zyklus auf den Punkt zu bringen:
Man stelle sich eine uralte, hochentwickelte, außerirdische Superrasse vor, die zwar genauso aussieht wie wir, aber über unfassbare technologische Möglichkeiten verfügt. Es handelt sich um wenige, unsterbliche Einzelkreaturen, die unglaublich arrogant und böse sind und ihr ewiges Leben dazu nutzen, sich persönliche Universen voller fantastischer Kreaturen und schrecklicher Fallen zu erschaffen und Ihresgleichen mit perfiden Ränkespielen auszutricksen und zu bekämpfen. Selbst die Erde ist nur aus einer Laune eines gottgleichen, gemeinen Individuums heraus entstanden - neben unzähliger Paralleluniversen, die allesamt durch geheime Tore miteinander verbunden sind. Das gibt natürlich viel Raum für die tollsten Geschichten und den nutzt der Autor auch weidlich aus.
Das Highlight des Buches ist der erste Teil "Meister der Dimensionen". Hierbei verschlägt es den intellektuellen Protagonisten Robert Wolff durch Zufall in eines der erwähnten Paralleluniversen - und zwar in die namensgebende Welt der tausend Ebenen. Und das ist eine so unglaublich fantasievolle Welt, wie man sie wohl in keinem zweiten Buch findet. Die Welt ist eine Scheibe, in deren Mitte sich eine kilometerhohe Ebene mit steiler Wand erhebt, auf der sich eine weitere Welt befindet, in deren Mitte sich wieder eine kilometerhohe Ebene befindet usw. Wie weiland der Turm zu Babel. Bis zur letzten Ebene ganz oben, auf der sich ein monströser Monolith erhebt, unter dessen Dach der gottgleiche Herrscher thront. Jede der Ebenen ist eine eigene Welt für sich: so gibt es die Welt "Amerikana", in der sich Indianer mit Herden von wilden Zentauren bekämpfen, dann gibt es die unterste Ebene, ein reinster Garten Eden, in der es weder Alter noch Krankheit gibt und in der sich von Nymphen bis zu Faunen die schillernden Kreaturen tummeln und dann gibt es auch das "Drachenland", eine Welt, die sich im mittelalterlichen Deutschland abspielt mit Rittern, Feudalsystem und schrecklichen Drachen.
Die Geschichte ist sehr kurzweilig, der Autor hält sich nicht lange auf. Mit kurzen, treffenden Beschreibungen schickt er den Leser sicher durch seine unglaubliche Geschichte und man mag bis zum wirklich atemberaubenden Ende gar nicht mehr aufhören zu lesen. Die anderen vier Teile "Welten wie Sand", "Lord der Sterne", "Hinter der irdischen Bühne" und "Planet der schmelzenden Berge" halten das hohe Niveau des ersten Teils zwar nicht ganz, sind aber allemal lesenswert, weshalb ich gleich den Kauf der Gesamtausgabe empfehle. Bei Ebay gibt's die fünf Bände zusammen für unter fünf Euro - und das ist wirklich nichts für viele Tage spannender , fantasievoller Unterhaltung auf über 1000 Seiten.
Ein Klassiker, der zu Unrecht fast vergessen ist und sicher einer der besten Fantasyromane aller Zeiten!

zurück zur Übersicht



"Der Wiedergänger" von Peter Krassa

Es gibt eine mystische Gestalt, von der die meisten schon etwas gehört haben werden - der Graf von St. Germain. Seit über 300 Jahren ist von diesem Grafen die Rede und über die gesamte Zeit gibt es irgendetwas Interessantes über ihn zu berichten - und bei all diesen Ereignissen soll er nie älter als 50 Jahre alt ausgesehen haben. Hier ein paar Stationen seines Lebens:
-1733 Mitarbeit am Entwurf für den Suezkanal in Frankreich,
-1745-48 ist er am Wiener Hof zu finden,
-1758 wieder in Frankreich am Hof,
-1760 Vermittler im Frieden zwischen Preussen und Österreich in Den Haag,
-1784 angeblich verstorben, tauchte er 1836 wieder auf,

So geht das durch die Jahrhunderte hindurch - ein ungeklärtes Rätsel. Schon 1618 soll er lt. Überlieferungen im Wirtshaus einen Kugelschreiber vorgeführt haben, mit der Behauptung, dieser stamme aus dem Jahr 2000. Solche "Zukunftsvisionen" kamen sehr oft bei ihm vor. Letztmalig ist er 1972 aufgetaucht, als er in Frankreich vor laufenden Fernsehkameras Blei in Gold verwandelte.
So, jetzt aber zum Buchtipp: Wer noch mehr und noch genaueres über diesen merkwürdigen Grafen von St. Germain erfahren möchte, der sollte sich das Buch "Der Wiedergänger" von Peter Krassa besorgen! Hier sind alle Fakten und Mythen über den Mann, der nie zu altern scheint, auf ca. 270 Seiten nachzulesen. Und auch wenn sich der Autor öfter mal wiederholt und belegte Ereignisse sowie Gerüchte vermischt, bleibt es immer noch ein absolut lesenswertes Buch - vor allem, wenn man sich für den Grafen interessiert. Das gebundene Sachbuch ist verständlich und spannend geschrieben.

zurück zur Übersicht



"Wir" Jewgenij Samjatin

Nur wenige wissen, dass auch Orwell und Huxley die Ideen zu ihren düsteren Zukunftsvisionen eigentlich aus einem anderen Buch haben, und zwar aus "Wir" von Jewgenij Samjatin!
Samjatins Utopie einer fururistischen Überwachungsgesellschaft entstand bereits 1920 - 12 Jahre vor Huxley und sogar 28 Jahre vor Orwell, und ist somit der "Prototyp" dieses Genres. Samjatin war ursprünglich Kommunist, hatte die Meuterei auf dem Panzerkreuter Potemkin mitorganisiert und war ebenso an der Oktoberrevolution 1917 aktiv beteiligt. Umso überraschender dann sein Bruch mit dem System, als er "Wir" schrieb.
Samjatin beschreibt darin einen Staat, ähnlich stalinistisch geprägt wie in "1984", aber um einiges krasser. So stehen alle Menschen zur selben Sekunde auf, essen im Takt, die Anzahl der Kaubewegungen für jeden Bissen sind vorgeschrieben, die Häuser sind alle durchsichtig und Scharen von "Beschützern" überwachen jeden bei Schritt und Tritt. Ein allmächtiger "Wohltäter" regiert das Land und vollstreckt öffentliche, rituelle Hinrichtungen. Niemand hat Namen, jeder ist nur eine Nummer und der Protagonist lobt das System in dem tagebuchartig geschriebenen Roman in den höchsten Tönen. Ein paar Auszüge gefällig? Hier vergleicht der Protagonist eine Maschine mit einem menschlichen Tanz:
"Warum ist Tanz schön? Die Antwort: Weil er eine unfreie, gebundene Bewegung ist, weil sein tieferer Sinn die vollkommene, ästhetische Unterwerfung ist, die ideale Unfreiheit ist. Wenn es stimmt, daß unsere Ahnen in Augenblicken der höchsten Begeisterung sich dem Tanz hingaben [...], dann kann das nur bedeuten: der Trieb zur Unfreiheit ist dem Menschen angeboren [...]" Oder auch hier:
"[...] stellen wir uns zwei Waagschalen vor: auf der einen liegt ein Gramm, auf der anderen eine Tonne, auf der einen das Ich, auf der anderen das Wir, der Einzige Staat. Dem Ich irgendwelche Rechte dem Einzigen Staat gegenüber einzuräumen, wäre das gleiche, wie wenn man behaupten wollte, daß ein Gramm eine Tonne aufwiegen könne. Daraus ergibt sich der Schluß: Die Tonne hat Rechte, das Gramm hat Pflichten, und der einzig natürliche Weg von der Nichtigkeit zur Größe ist: Vergiß, daß Du nur ein Gramm bist, und fühle Dich als millionster Teil einer Tonne."
Mit solchen Aussagen zog der Autor natürlich die Aufmerksamkeit der sowjetischen Obrigkeit auf sich, durfte nicht mehr schreiben und emigrierte mit Genehmigung Stalins ins Ausland. 1925 konnte das Buch "Wir" somit in englischer Sprache erscheinen und lieferte Orwell die Idee für das brilliante "1984", das aber bei weitem nicht den poetischen Stil des Russen erreichte.
1937 starb Jewgenij Samjatin in Paris und ist heute fast schon in Vergessenheit geraten.

zurück zur Übersicht



"Der Wüstenplanet" Frank Herbert

Seit seinem Erscheinen Mitte der 60er Jahre bis heute wird "Der Wüstenplanet" Jahr für Jahr von amerikanischen Lesern zum besten Science Fiction Roman aller Zeiten gewählt - und das völlig zu Recht. Bis auf Tolkiens "Herr der Ringe" gibt es keinen Roman, der so umfassend, detailreich und gigantisch ist, wie dieser.
Herbert hat sein eigenes Universum entworfen - 10 000 Jahre in der Zukunft. Und er hat dabei unglaubliche Visionen gehabt; ein Versuch der Inhaltsumschreibung würde kläglich fehlschlagen. Nur soviel: Das von Menschen eroberte Universum hat feudale Strukturen; Monarchien und Herrschaftshäuser streiten sich intrigant um die Macht und die Droge "Spice" ist zum wichtigsten Stoff des Universums geworden, denn sie verlängert das Leben und dient den monströsen Navigatoren zur interstellaren Raumfahrt. Dummerweise gibt es das Spice nur auf einem einzigen Planeten: Arrakis, genannt auch Dune, der Wüstenplanet.
Paul, der Sohn des Herrscherhauses der Atreides, gelingt nach einem Putsch die Flucht in die Wüste. Dort trifft er auf die völlig unterschätzten und vernachlässigten Ureinwohner der Fremen, die mit ihren seltsamen Bräuchen und ihrem Fanatismus wirklich beeindruckend dargestellt werden.
Paul entpuppt sich nach und nach als der seit Jahrhunderten erwartete Messias der Fremen, nimmt diese Rolle an und führt die Wüstenmenschen in einen Vernichtungskrieg gegen die hochtechnisierten Invasoren. Malerische Schlachtenbilder, fremde Religionen, Intrigen, Verschwörungen und faszinierende Personen machen die Einzigartigkeit dieses Buches aus. Ähnlich wie Tolkien hat Herbert seine eigene Welt kreiert - mit seltsamen Rassen, Planeten, Göttern, Sprachen und Bräuchen und führt den Leser in eine fantastische Welt, die einen nie mehr loslässt!
Wer die TV-Verfilmung gesehen hat - vergesst sie ganz schnell! Das war Schrott und eine Beleidigung Herberts - sie wird der Genialität seines Werkes nie und nimmer gerecht! Empfehlenswert sei da höchstens noch das filmische Meisterwerk "Dune" von David Lynch (mein erklärter Lieblingsregisseur) aus den 80ern, der die Story begeisternd und surrealistisch umgesetzt hat. Ein Kritiker sagte dazu einmal:
"Der Film ist so, als ob Leni Riefenstahl "Lawrence von Arabien" neu verfilmt hätte. Sendungsbewusstsein, Krieg, heroische Charaktere und große Bilder - wie im Buch, das allerdings viel ausführlicher und unglaublich detailreich ist."
Herbert hat insgesamt fünf Fortsetzungen zum Buch geschrieben, die es auch im attraktiven Schuber zu kaufen gibt. Hier noch ein kurzer Überblick:
Teil zwei heißt "Der Herr des Wüstenplaneten" und setzt die Geschichte nahtlos fort. Es geht darin speziell um Paul Atreides, der zum Despoten des Universums geworden ist und um sein weiteres Schicksal. Dieses Buch ist spannend und kunstvoll, aber sehr negativ geschrieben, weil nahezu alle Helden aus Teil eins menschlich scheitern. Wenn Teil eins in der Bewertung von 1 bis 10 natürlich eine fette 10 bekommen hätte, bekommt Teil zwei von mir höchstens eine 7,5.
Teil drei behandelt "Die Kinder des Wüstenplaneten", die wahren Helden der gewaltigen Saga. Es geht um Muad´dibs Kinder Leto und Ghanima, die sich als eine Art Übermenschen entpuppen. Ein spannendes und empfehlenswertes Buch, dem ich eine glatte 9 geben würde. Teil vier schließlich ist neben dem Ursprungsroman der Oberhammer. Eine dicke 10 für "Der Gottkaiser des Wüstenplaneten"! Unglaublich die Geschichte um den monströsen, seit 3500 Jahren herrschenden Kaiser und selbsternannten Gott Leto - nur für diesen Teil lohnt sich der Kauf der ganzen Reihe!
Teil fünf heißt "Die Ketzer des Wüstenplaneten" und macht, wie schon der vorangegangene Teil einen gewaltigen Sprung in die Zukunft. Zwar spannend geschrieben und originell, flacht die Story jetzt ab (8 Punkte), weil einfach nach diesem Überbuch Teil vier keine Steigerung mehr kommen kann.
Mit "Die Ordensburg des Wüstenplaneten", dem bisher schlechtesten Teil (6 Punkte) endet die unglaubliche Geschichte schließlich endgültig.
Also, wer den größten Zukunftsroman aller Zeiten lesen möchte, wer sich auf fast 900 Seiten (oder etwa 4000 Seiten für alle Teile) bezaubern lassen will, der kaufe sich "Der Wüstenplanet" von Frank Herbert. Ich habe es gleich dreimal durchgelesen und werde es bestimmt noch ein weiteres Mal tun, denn es ist nach "Herr der Ringe" bis jetzt mein erklärter Lieblingsroman.

zurück zur Übersicht