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Bücher mit dem Buchstaben: U




"Das Universum in der Nußschale" von Stephen Hawking

Es ist schon ein paar Jahre her, dass ich "Eine kurze Geschichte der Zeit" vorgestellt habe, ein unscheinbares Stück Literatur von Stephen Hawking, dem wahrscheinlich größten Genie unserer Zeit. Nach dem sensationellen Erfolg dieses ersten Buches hat sich Hawking über zehn Jahre Zeit gelassen, um seine Leser erneut mit seinen erstaunlichen Thesen zu überraschen - und endlich habe ich es geschafft, mir dieses Zweitwerk "Das Universum in der Nußschale" zu besorgen. Und siehe da: nach dem unscheinbaren und abstrakten Taschenbüchlein hat der Herr Hawking einen wunderschön illustrierten Band vorgelegt, der nicht nur für einen Physiker überraschend humorvoll geschrieben ist, sondern mit seinen weit über 200 Farbabbildungen auch einfach viel Spaß beim Blättern macht. Wer Hawking und seine Bücher nicht kennt: Es geht bei ihm um nichts Geringeres als um Quantenphysik und die Relativitätstheorie. HALT, nicht aufhören zu lesen, denn diese Themen können durchaus interessant sein! Sehr interessant sogar, weil sich der Autor dieser Themen bedient, um einige der ältesten Fragen der Menschheit zu beantworten: Wie konnte die Welt entstehen? Wie funktioniert das Universum? Sind Zeitreisen möglich etc. Also ein höchst philosophisches Werk dazu!
Man muss nicht Physik studiert haben, um das Buch zu verstehen. Man sollte nur über jede Menge Fantasie und Vorstellungsvermögen verfügen und beim Lesen seinen ganzen Verstand zusammennehmen. Denn den brauch man, um Hawkings komplexe Theorien vernünftig nachvollziehen zu können, auch wenn er sich wirklich redlich Mühe gegeben hat, das Thema auch für Laien verständlich rüberzubringen.
Stephen Hawking schreibt recht locker und gut verständlich über die wichtigsten Aspekte von Einsteins Relativitätstheorie in Verbindung mit der Quantentheorie, schwenkt dann über zu den wirklich atemberaubend interessanten Schwarzen Löchern, spekuliert danach über die Möglichkeit von Zeitreisen, um nach einem kurzen Ausblick auf unsere elektronische Zukunft zu den Branwelten und zur M-Theorie umzuschwenken - übrigens nicht, ohne am Ende des Buches dankenswerterweise ein kurzes Glossar zu hinterlassen. Also Hawking kaufen und mitreden über Spins und Stringtheorie, Tachyonen und Positronen, Quarks und Neutrinos. Für Science Fiction Fans eine Offenbarung, für Interessenten astronomischer und grenzphysikalischer Themen sicher ein Eldorado, für philosophisch interessierte Leser eine sehr unterhaltsame und anschauliche Reise an die Grenzen des Universums. Mir hat die Lektüre jedenfalls riesengroßen Spaß gemacht, deshalb will ich das Buch auch unbedingt weiterempfehlen - ich finde es sogar noch wesentlich besser erklärt als Hawkings geniales Erstlingswerk. Man kann das prächtig aufgemachte Werk immer wieder zur Hand nehmen, sich beim Blättern inspirieren lassen und herrlich über die Thesen des Autors philosophieren. Ein Spaß, den sich der Verlag mit 27,- Euro allerdings auch gut bezahlen lässt.

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"Die unterirdische Macht" Walter Ernsting

Heute ein Roman, der vielleicht gar keiner ist. "Die unterirdische Macht" von Walter Ernsting liest sich für den "normalen" Konsumenten wie ein Fantasyroman - wer sich aber etwas intensiver mit der darin behandelten Materie beschäftigt hat, wird sehr interessante Wahrheiten für sich herausfinden! Das Thema ist hochinteressant, denn es geht um den sagenumwobenen Untersberg, der als "Mitternachtsberg" bzw. "Berg der Versammlung" in den Geschichten vieler Völker vorkommt (sogar in der Bibel). Ernsting stellt unglaubliche Behauptungen auf und erzählt die Geschichte so, als habe er sie selbst erlebt - vielleicht hat er das ja auch...
Die ganzen unerklärbaren Vorgänge (z.B. die Zeitanomalie) dort und an weiteren Bergen (unter anderem natürlich auch am Mount Shasta) werden spannend und interessant erläutert. Ich weiß nicht, was ich an dem Buch für Realität halten soll und was wohlmöglich erdacht ist - auf alle Fälle werden durch die Lektüre sehr viele Rätsel gelöst! Leider ist das Buch, obwohl es nur eine dünne Taschenbuchausgabe ist, recht teuer - aber wer sich für den Untersberg interessiert, kommt an dem Buch definitiv nicht vorbei! Zu empfehlen ist in diesem Zusammenhang übrigens auch das Buch "Der Tag, an dem die Götter starben" vom gleichen Autor.

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"Ursachen" Jo Conrad

Jo Conrad hat drei Bücher geschrieben: "Entwirrungen", "Zusammenhänge" und "Ursachen". Der gute Jo dürfte ja eigentlich jedem ein Begriff sein hier - schließlich schreibt er ja in den Foren mit, in denen auch wir uns aufhalten. Er ist ein äußerst netter Zeitgenosse und ein Experte zum Thema Verschwörungstheorie, weshalb er in der Presse sehr vielen Anfeindungen ausgesetzt ist.
Vergesst alles, was Ihr an schlechter Presse über ihn lest - man schnappe sich lieber ein Buch von ihm und urteile selbst. Sein erstes Buch "Entwirrungen" habe ich schon vor geraumer Zeit gelesen - da stand ich noch voll unter dem Eindruck Jan van Helsings und ähnlicher Autoren und war mit den Inhalten bestens vertraut. Ich fand es nett, aber nicht so informativ, wie ich es erhofft hatte. Ich erfuhr eigentlich nicht viel Neues - Buch zwei habe ich dann auch, ich gebe es zu, ausgelassen.
Ein Licht ging mir dann erst bei Jo Conrads drittem Buch, "Ursachen" auf! Da erkannte ich die Vorzüge und angenehmen Eigenarten des Autors erst richtig! Und zwar hat Jo einen für Verfasser derartiger Bücher sehr positiven Schreibstil. Er schreibt sehr hoffnungsvoll und lässt den Leser immer mit einem angenehmen Gefühl zurück! In seinen Büchern geht es weniger um das Vermitteln von detailliertem Wissen, hier werden einem nicht Satz für Satz Details um die Ohren gehauen, nein, er bringt die Informationen einfach voller Zuversicht an den Mann und sieht seine Bestimmung ganz offenbar darin, Hoffnung zu vermitteln!
Vor allem sein letztes Buch ist sehr angenehm zu lesen, es ist interessant und leicht verständlich geschrieben und deshalb die ideale Einstiegsliteratur für den geneigten Leser. Auch wird es durch einige interessante Zugaben aufgelockert - man findet in "Ursachen" z.B. auch eine Landkarte der "Inneren Welt" und bemerkenswerte Interwies wie mit Virgil Armstrong oder mit einem Repto. Selbst, wenn man nicht alles glaubt (das sollte man sowieso nie), ist es immer noch lehrreich und unterhaltsam.
Mein Fazit: Wer nur auf Fakten aus ist und zum Thema Verschwörungstheorie sowieso schon sehr bewandert ist, wird nicht viel Neues erfahren - obwohl Jo trotzdem sehr viele Dinge anspricht, die man gelesen haben sollte. Aber wer auf angenehme Art und Weise unterhalten werden will und trotz der eigentlich negativen Nachrichten die positiven Dinge im Leben erfahren will, der sollte sich unbedingt mal Jo Conrads Bücher ansehen. Jo vermittelt nicht nur Wissen, sondern auch sehr viel Hoffnung und Liebe, und dass ist selten heutzutage!

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"Utopia" Thomas Morus

Wohl jeder kennt dem Namen nach das Buch, dass dem Wort "Utopie" seinen Namen gab - "Utopia" von Thomas Morus. Leider haben es aber wohl nur die wenigsten gelesen und deshalb möchte ich an dieser Stelle für diesen wichtigen Klassiker werben.
Zwei Dinge an "Utopia" sind so bemerkenswert: zum einen die visionäre Vorschau auf eine (fast) klassen- und geldlose Gesellschaft und zum anderen das Alter des Buches. Wenn man es zur Hand nimmt und liest, mag man kaum glauben, dass es bereits im Jahre 1516 entstand! Leider war die Zeit damals nicht reif für einen Genius wie Thomas Morus, der, obwohl er als Kanzler unter der englischen Krone eine durchaus einflussreiche Rolle spielte, ein gewalttätiges Ende durch die Hände des Despoten Heinrich VIII. fand. Weil das Todesurteil aufgrund der katholischen Haltung Morus´ in Bezug auf die Ehepolitik Heinrich VIII. verhängt worden war, ist der großartige Denker im Jahre 1935 sogar von Papst heiliggesprochen worden. Sein wirklicher Verdienst aber war "Utopia", in der er nicht nur seiner Zeit weit voraus war, sondern sogar und erst recht uns. Er beschreibt darin die politische, gesellschaftliche und religiöse Ordnung in dem fiktiven Inselstaat Utopia, in der allen alles gehört, in der es keine Not gibt und in der weder Geld noch Reichtum in privater Hand existiert. Gold dient dazu Gefangene zu brandmarken und wird verabscheut und Juwelen dienen kleinen Kindern als verspielter Tand. Es ist ein Genuss zu lesen, wie Morus seine derben Gesellschaftskritik mit einem futuristischem Staatsmodell verknüpft und damit quasi zu Vordenker aller kommunistischen Gesellschaftsideale wird.
Das Werk umfasst leider nur ca. 170 Seiten, ist aber trotz seines Alters leicht verständlich zu lesen und zählt wirklich zu den Schätzen der Literaturgeschichte - man kann es sicher in jeder Bibliothek ausleihen. Wer ein Wort in Staatstheorie mitreden will, muss "Utopia" gelesen haben. Thomas Morus hat sich und seinem genialen "Mitdenker" Erasmus von Rotterdam damit ein unsterbliches Denkmal gesetzt.

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