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Bücher mit dem Buchstaben: J




"Jesus, unser Schicksal" Wilhelm Busch

Es gibt unzählige christliche Bücher - und die meisten haben eins gemeinsam: Sie sind schrecklich langweilig. Und was das Schlimmste ist: Wer nicht kirchlich erzogen wurde, weiß mit den meisten von diesen Büchern nichts anzufangen. Wer kein Christ ist, wird es durch solche Bücher erst recht nicht, ja viele werden durch die fromme und weltfremde Art sogar noch mehr abgeschreckt.
Aber es gibt ein Buch, dass nicht so ist: Jesus, unser Schicksal" von Wilhelm Busch! Wilhelm Busch (nein, nicht der Maler und Dichter) war evangelischer Pfarrer und lebte von 1897 bis 1966. Das besondere an ihm ist seine lebendige und bildhafte Art zu schreiben und zu erzählen. Er schafft es Dinge ganz einfach zu erklären, bei denen viele Theologen dicke Bücher schreiben und trotzdem nur Fragezeichen hinterlassen. Busch verwendet zahlreiche treffende Beispiele und erläutert Jesus und den christlichen Glauben so einfach und lebendig, dass ich völlig begeistert von dem Buch war und bin. Ich habe danach noch sehr viele Bücher in dieser Richtung gelesen, weil mir dieses soviel Freude bereitet hat - aber keines war auch nur annähernd so genial.
Also - wer schon immer eine einfache und schöne Erläuterung von Begriffen wie Jesus, Gott, Glauben, Liebe aber auch von Begriffen wie Tod oder Gericht haben wollte, dem sei das Buch unbedingt ans Herz zu legen. Und ganz besonders empfehlen möchte ich das Werk den Leuten, die den christlichen Glauben nicht verstehen können und deshalb ablehnen. Ich weiß nicht, ob man nach dieser Lektüre zum Christ wird - dazu ist meist mehr nötig als ein Buch, aber man denkt auf alle Fälle positiver und versteht einen Christenmenschen hoffentlich besser als vorher.
Aber auch und gerade Christen sollten "Jesus, unser Schicksal" im Schrank haben, denn es regt sehr zum Nachdenken an und zeigt einem auch deutlich seine eigenen Schwächen. Mein Fazit: "Jesus, unser Schicksal" ist meiner Meinung nach das schönste christliche Buch überhaupt. Es hat knapp 240 Seiten, hat sich eine Millionen mal verkauft, liest sich sehr flüssig und unterhaltsam und kostet als Taschenbuch keine vier Euro! Und das ist doch wirklich wenig Geld für neue Erkenntnisse.

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"Jesus 2000" Hannes Holey

Eigentlich unverständlich, dass sich Christen und Esoteriker so reserviert gegenüberstehen - die Esofraktion umweht in den Augen der Kirche immer noch ein Hauch des Satanischen. Dass diese Sorge (meistens) völlig grundlos ist und dass sich Esoterik und Christentum durchaus auf einer Linie befinden können, beweist das Buch Jesus 2000 von Hannes Holey. Wem dieser Autorennamen bekannt vorkommen sollte: Ja, Hannes Holey ist niemand anders als der Vater von Jan van Helsing.
In dem Werk geht es, wie der Name schon vermuten läßt, in erster Linie um die Person Jesus Christus. Allerdings versteht es Holey, das Thema aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel anzugehen, indem er nicht ein x-beliebiges kirchliches Buch mit längst bekannten Inhalten aufgelegt hat, wie das bei Jesus-Literatur meistens der Fall ist, sondern weil er sich eben NICHT auf die Bibel als ausschließliche Quelle bezieht!
Das Ergebnis ist ein sehr erfrischendes und immer interessantes Buch, weil der Autor eben seine Erkenntnisse aus wirklich unzähligen Büchern, Zeitschriften und Erfahrungen gesammelt hat, von denen man selbst als "Hardliner" noch nie etwas gehört hat. Daher resultiert auch das wirklich Wichtige an dem Buch: Die Figur Jesus wird aus wirklich ALLEN Blickwinkeln beleuchtet, sehr bemerkenswert in diesem Zusammenhang zum Beispiel eine Personenbeschreibung, die der römische Prokurator Publius Lentulus hinterlassen hat.
Auch wenn Holey die Sache manchmal etwas in die Länge zieht, so wird es dennoch nie uninteressant und manchmal schweift der Autor sogar mal zu Themen wie päpstlichen Prophezeiungen, Parusie-Erwartungen aus Buddhismus oder Parsismus, universellen Prinzipien oder auch zur Neue Weltordnung. Für einen fundamentalistischen Kirchenchristen wird es manchmal sicher zu abgedreht, aber für einen "Suchenden" ist das Buch genau das Richtige - Spaß macht es auch, die auf jeder zweiten Seite zu findenden Zitate von großen Persönlichkeiten der Geschichte zu lesen!
Der interessanteste und wohl auch aktuellste Teil ist aber das abschließende Kapitel, in dem es um die Wiederkunft Christi und das Friedensreich geht - unter der Überschrift "Der Mensch als Lichtwesen" wird sogar das platonische Jahr und die "Ursonne" umrissen! Das Buch ist über 400 Seiten dick, gebunden und das mit Abstand ungewöhnlichste Jesusbuch, daß ich kenne. Allerdings ist der Preis von 25,00 Euro sehr drastisch.

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